Offenbach am Main

 

Hier lebe und arbeite ich!!!

 

Durch die fränkische Reichsteilung 561 wurde die Stadt Offenbach gegründet. Der Name hat eine typische Endung in dieser Zeit –bach-. Das steht einer Theorie zur folge in Verbindung mit dem Namen Ovo. Die Herkunft des Namens ist aber nicht endgültig geklärt.

 

770 wurde der Stadtteil Rumpenheim erstmalig urkundlich erwähnt.

 

790 wurde erstmalig der Stadtteil Bürgel urkundlich erwähnt.

 

791 erstmalige urkundliche Erwähnungen des Stadtteils Bieber.

 

12.04.977 wurde die Stadt das erste Mal durch den Kaiser Otto II urkundlich erwähnt. In dieser beurkundet der Kaiser eine Schenkung in Offenbach an die Salvatorkirche, den späteren Dom, in Frankfurt.

 

In Der römischen Zeit verlief durch das Offenbacher Gebiet eine Römerstraße und zwar über die Bernardstraße in Offenbach zu einer Römerbrücke in Bürgel und dann ging sie weiter über Mühlheim am Main nach Steinheim.  Selbst in Bieber und Bürgel wurden römische Spuren nachgewiesen.

 

Bei den Ausgrabungen in der Offenbacher Germarkung wurden aus der Zeit der Steinzeit Funde gemacht.

 

In den Jahren 770,790 und 791 wurden Rumpenheim, Bürgel und Bieber ertmahlig urkundlich erwähnt.

 

Juli 1018 hielt Heinrich II. in Bürgel eine Reichsversammlung ab.

 

1419 wurde die Mainfähre erstmalig erwähnt.

 

Offenbach war vom Mittelalter an bis ins Jahr 1819 ein Teil der Biebermark.

 

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Offenbach mehrmals die Besitzer. Die ersten Besitzer waren die Herren von Hagen-Münzenberg, die den Besitz aus der Zeit ihres Amtes als Reichsvögte von Dreieich erbten. 1255 nach den Münzenberger erbten die Herren von Falkenstein das Dorf am Main.1372 verpfändete Graf Philipp von Falkenstein für 1000 Gulden die Stadt an den Rat von Frankfurt am Main.

 

Um 1400 ließ Werner III. von Falkenstein, Erzbischof von Trier und als Falkensteiner Landsherr in Offenbach am Main ein Schloss bauen und Münzen prägen.

 

Als Werner III. starb, war die männliche Linie der Falkensteiner erloschen, und ihr Besitz fiel an verschiedene adlige Familien.

 

1486 erst konnte sich unter den Erben Graf Ludwig von Isenburg als alleiniger Besitzer von Offenbach etablieren.

 

1556 diente die Stadt unter dem Grafen Reinhard von Isenburg-Birstein dem Adelgeschlecht als Residenz. Von ihnen wurde das Isenburger Schloss erbaut.

 

1576 wurde für den Grafen von Isenburg das Wahrzeichen und das bekannteste Gebäude von Offenbach gebaut, das Isenburger Schloss. Es ist der bedeutendste Bau der Renaissance nörtlich der Alpen.

 

1559 tagten protestantische Fürsten im Schloss, um die Gründung einer Protestanischen Union vorzubereiten. Die Reformation wurde eingeführt.

 

1631 wurde während des Dreißigjährigen Krieges die bayrische Besatzung Offenbachs von den Schweden vertrieben und im Schloss die Kapitulation der Reichsstadt Frankfurt von König Gustav Adolf entgegengenommen.

 

1635-1642 war Offenbach im Besitz der Landgrafen von Hessen-Darmstadt. 1636 wurde Offenbach von Ramsey, dem schwedischen Kommandant von Hanau auf seinem Streifzug besetzt.

 

1698 nahm Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach hugenottische Flüchtlinge auf, diese gründeten ihre eigene Gemeinde. Offenbach wuchs so zu einer Minderstadt an und dieser Teil entwickelte sich im Laufe des 18. Jahrhunderts zur Stadt.

 

1718 wurde die französisch- reformierte Kirche eingeweiht.

 

1739 war die Grundsteinlegung der lutherischen Kirch, die heutige Stadtkirche.

 

Von April bis Mai 1741 hielt der Gesandte einiger deutscher Fürsten eine Tagung ab, er hatte das Ziel die kurfürstlichen Vorrechte bei den Kaiserwahlen einzuschränken.

 

1768 wurde der Aliceplatz als neuer Marktplatz angelegt. Der Aliceplatz bekam seinen Namen allerdings erst 1879 und zwischendurch hieß er Paradeplatz, da dort die isenburgschen Soldaten ihre Übungen abhielten.

 

1775 kam der Dichter Goethe regelmäßig in die Stadt, da hier seine Verlobte Lili Schönemann lebte und hier dichtete er an seinem „Faust“. Zu dieser Zeit begann die Herstellung der Lederwaren, die erste Industrie und Gewerbe siedelten sich an. Niccolo Paganini und Wolfgang Amadeus Mozert besuchten mehrmals die aufstrebende Industriestadt. Paganini um die hier bei Pirazzi produzierten Musiksaiten zu erwerben. Mozart ließ seine Noten bei Johann Andre verlegen.

 

1786 lässt sich die Familie der Schriftstellerin Sophie von la Roche in der Domstraße 23 nieder.

 

1788 Jakob Frank, der Baron Frank, war ein polnischer Sektierer und ließ sich mit einer großen Begleitung hier nieder. Er galt als Messias und führte einen großen Hofstaat.

 

1790 Wolfgang Amadeus Mozart besuchte Johann Andre.  

 

1792 wurden die Franzosen durch die österreichischen Truppen bei Höchst am Offenbacher Main besiegt.

 

1794 wurde durch den Fürsten Wolfgang Ernst von Isenburg die Leibeigenschaft aufgehoben

 

1796 Die Stadt Frankfurt  wurde von den Franzosen beschossen und besetzt. Viele Frankfurter suchten Zuflucht in Offenbach. Zum Beispiel suchte Goethes Mutter Zuflucht im Hause von Sophie La Roche in der Domstraße.

 

1798 durften die Katholiken erstmals seit mehr als 200 Jahren ihren Gottesdienst in Offenbach feiern.

 

Alois Senefelder, der Erfinder der Steindruckkunst, wurde von Johann Anton Andre nach Offenbach geholt. Im Juli fand in der Kanal(Kaiser)straße ein Gefecht zwischen den Franzosen und den verbündeten Truppen statt. Die Stadt litt schwer unter den Einquartierungen. 

 

1803 wurde der Juden-Leibzoll durch Fürst Carl Ludwig Moritz abgeschafft, er war einer der ersten und 1812 fand die letzte Hinrichtung in Offenbach statt. Der Galgen stand ungefähr in der Höhe Hermannstraße und Schäferstraße.

 

1815 verlor Fürst Carl von Isenburg nach dem Wiener Kongress wegen der Nähe zu Napoleon I. die Landherrschaft. Nachdem Offenbach kurzfristig zu Österreich gehörte, viel die Stadt an das Grossherrschaftstum Hessen-Darmsadt.

 

1816 fällt Offenbach an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und wurde hessisch.

 

1827 wurde der Galgen entfernt.

 

1828 schloss sich das Großherzogtum Darmstadt dem preußischen Zollgebiet an, stattdessen blieb Frankfurt neutral. Dies bedeutete das Ende für die Frankfurter Messe, die seit dem Mittelalter in Frankfurt stattfand. Offenbach konnte von diesem Ende profitieren, als das Messegeschäft ab 1828 für einige Jahre in Offenbach stattfand. Aus diesem Grunde wurde das heutige Ledermuseum errichtet.

 

1830 wurde die allgemeine Schulpflicht und 1832 die Impfpflicht in Offenbach eingeführt.

 

1832 wurde der Landkreis Offenbach aus den ehemaligen Landgerichtsbezirken Langen, Offenbach und Seligenstadt gebildet. Nun war fortan Offenbach eine Kreisstadt.

 

1842 gründeten der Darmstädter Chemiker Ernst Sell und sein Frankfurter Kollege Karl Oehler eine Teerfarbenfabrik am Mainufer zwischen Offenbach und Bürgel. Am 03.06. 1842 legte das erste Dampfschiff an.

 

1845 war die Gründung der ersten freiwilligen Feuerwehr, sie war die zweite in Deutschland.

 

1846 wurde durch die Lokalsektion des hessischen Landesgewerbevereins die erste Handelsschule gegründet.

 

1848 wurde durch die Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn die Strecke nach Frankfurt-Sachsenhausen eröffnet. Die Lokalbahn wurde zuletzt mit Dampfloks in den sechziger stillgelegt. In diesem Jahr wurde der erste Arbeiterbildungsverein gegründet.

 

1851 verzichteten die Offenbacher Bürger auf ihre Einquartierungsgelder, die etwa 2706 Gulden betrugen, um diese für den Bau einer Wasserleitung zu stiften.

 

1853 wurde in der Domstraße und Ecke Krimmergäßchen eine Telegrafenanstalt eröffnet.

 

1866 wurde durch die Versorgung der preußischen Verwunden und Kranken, deren Truppen nach Offenbach gekommen sind, im Offenbacher Turnverein ein Sanitätskorps gegründet.

 

15.11.1873 wurde der heutige Hauptbahnhof  errichtet, dieser lag damals weit außerhalb der Stadt im Süden. Dies ebnete den Weg zum Ausbau der Schwerindustrie und der Chemieindustrie und dies führte dazu, dass die Stadt in den kommenden zwei Jahrhunderten so stark wie nie zuvor anwuchs.

 

24.12.1874 da wurde die Offenbacher Zeitung herausgebracht, dass war die erste sozialdemokratische Parteizeitung im Großherzogtum Hessen.

 

1885 wurde die erste Kunstgewerbeschule eröffnet, heute befindet sich dort das Polizeipräsidium.

 

1887 wurde die Mainbrücke Offenbach-Feschenheim eingeweiht, zu diesem Anlass wurde der Bürgermeister Brink zum Oberbürgermeister ernannt.

 

1888 wurde eine Heilquelle erschlossen, die nach dem nur 99 Tage amtierenden Kaiser Friedrich III. benannt wurde. Sie hieß sodann Kaiser-Friedrich-Quelle. Leider wird dieses Wasser nicht mehr als Mineralwasser verkauft, da dieses zu salzig ist.

 

1896 wurde die Rodgaubahn in Richtung Dieburg eröffnet und später kam der Seitenast nach Dietzenbach hinzu. 

 

1897 fuhr das erste Auto durch Offenbach.

 

1903 wurde die erste Maschinenbauschule eröffnet und Offenbach war die erste Stadt der Welt, die eine elektrische Automobil-Drehleiter für die Feuerwehr in Betrieb nahm.

 

1908 wurde Bürgel als erster Nachbarort eingemeindet. Dadurch fiel das östlich Gebiet der Grenzstraße bis hinauf zu Bieber und Rumpenheim der Stadt zu.

 

1919 wurden 17 Menschen während des Karfreitagputsches vor der Kaserne, dem heutigen Finanzamt erschossen.

 

Vom 06.04.-07.05.1920 wurde die Stadt von den französischen Truppen besetzt. In der Stadtverordneten-Versammlung wurde der Ankauf des Büsing-Palais beschlossen, es sollte als Rathaus eingerichtet werden.

 

1921 wurde die Sportanlage auf dem Bieberer Berg eröffnet.

 

1928 errang die Offenbacherin Helene Mayer in Amsterdam bei den Olympischen Spielen im Damenflorett die Goldmedaille. 

 

Am 16.07.1932 wollte im Stadion Biebererberg Adolf Hitler eine Wahlkampfveranstaltung abhalten, dies wurde aber vom Vorstand des OFC Manfred Weinberg untersagt. Dieser wurde daraufhin später aus dem Vorstand und aus dem Verein ausgeschlossen.

 

Am 28.03.1933 musste der Oberbürgermeister Granzin durch die Besetzung der Amtsgebäude in Offenbach durch die SS sein Amt abgeben.

 

Bis 1936 währten sich Teile der Offenbacher Bevölkerung gegen die Machtübernahme die Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten.

 

01.11.1938 wurde Offenbach aus dem Landkreis Offenbach ausgeschlossen und wurde somit eine kreisfreie Stadt. Die Stadt blieb allerdings Sitz des Kreises. Im gleichen Zeitraum wurde die Stadt Bieber an Offenbach angegliedert.

 

Am 05.06.1940 fielen durch einen Luftangriff die ersten Bomben auf die Bettina – und Lillistraße.

 

1942 war mit Rumpenheim die letzte Eingemeindung.

 

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu 36% zerstört, wobei sich der größte Teil der Schäden auf die Altstadt und die Weststadt verteilten.

 

Am 16.08.1943 begann die Evakuierung der Stadt und am 10.10. 1943 fand der erste  Luftangriff auf Offenbach statt. Am 22.10. verursachten die Luftangriffe große Schäden und Verluste unter der Bevölkerung im Stadtteil Bürgel. Das Stadtkrankenhaus wurde am 26.11. wegen eines erneuten Luftangriffs stark beschädigt. Und am 20.12. wurde die Altstadt durch einen schlimmen Fliegerangriff fast vernichtet.

 

1944 häufen sich die Luftangriffe, dadurch verlies die Bevölkerung die Stadt.

 

Am 05. 03.1945 um 5 Uhr wurde die Mainbrücke von zurückkehrender deutscher Truppe gesprengt. Und am nächsten Tag drangen von Süden amerikanische Truppen in die Stadt ein und beschossen die zurückkehrenden deutschen Truppen auf der rechten Mainseite.

 

Die Stadt wurde zu 36 % zerstört und der Luftangriff forderte 467 Menschenleben.

 

Am 26. 05 1946 fand die erste Stadtverordnetenwahl nach dem Krieg statt. 

 

Vom 08.-12. 10 1949 fand im Theater an der Goethestraße die Ausstellung „Offenbacher Lederware und Marshallplan“ statt. Dies war der Vorläufer der Internationalen Ledermessen.

 

Vom 28.01. – 01.02. 1950 fand die zweite Lederwarenmesse statt. Die Ausstellungsräume befanden sich im Stadtverordnetensitzungssaal, in der Werkkunstschule und im Theater an der Goethestraße.

 

1951 war die Eröffnung der städtischen Schulzahnklinik.

 

Am 22.05. 1953 wurde die Wiederaufgebaute Mainbrücke  als Carl-Ulrich-Brücke eingeweiht und am 07.05 war die Eröffnung des Klingspor-Museum.

 

1954 hatte die Stadt Offenbach erstmals mehr als 100.000 Einwohner und war somit die jüngste Großstadt Hessens.

 

1956 wurde der Stadt durch ihre hervorragenden Bemühungen durch den   europäischen Integrationsgedanken der Europapreis verliehen.

 

1957 wurde das Zentralamt des Deutschen Wetterdienst nach Offenbach gelegt

 

1970 wurde die Werkkunstschule zur Hochschule für Gestaltung.

 

1971 wurde das Rathaus mit einem mehrtägigen Volksfest eingeweiht. Die ersten Dienststellen sind bereits 1970 eingezogen. Das Stadtmuseum an der Parkstraße wurde ebenfalls 1971 eingeweiht.

 

Dez. 1975 war die erste Verleihung des Senefelderpreises.

 

1977 Tausendjahrfeier Offenbach.

 

Am 10.08.1981 brachte der „Jahrhundertregen“ schwere Überflutungen.

 

1984 wurde das Büsing-Palais nach dem es wieder aufgebaut wurde eingeweiht.

 

Offenbach galt als traditionelle Industriestadt als rote Hochburg, dadurch regierte von 1977-1985 eine Koalition aus CDU und FDP. 

 

1995 erhielt Offenbach den Anschluss an die S-Bahnen des Rhein-Main.

 

2002 verlegte der Landkreis Offenbach seinen Verwaltungssitz nach Dietzenbach.

 

Offenbach ist nach dem Stand von September 2004 mit 119000 eine der größten Städte des Rhein-Main-Gebietes, dabei ist sie in Hessen die fünftgrößte und zugleich die kleinste Großstadt. Offenbach ist ein wichtiger Industrie,- Dienstleistungs- und Messestandort. Die Stadt bildet durch die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung auch einen sozialen Brennpunkt in der  Region.

 

Die Stadt befindet sich am südlichen und südöstlichen Mainufer, dem sogenannten Mainbogen. Gegenüber befinden sich die Frankfurter Stadteile: Ostend und Fechenheim und östlich die Stadtteile: Oberrad und Sachsenhausen. Diese Lage hat zur Ursache, dass die beiden Großstädte ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet bilden. Die zwei Bäche Bieber und Hainbach fließen durch Offenbach und liegen an der hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. Das Stadtgebiet liegt überwiegend im Norden und im Süden erstreckt sich ein Waldgebiet. Der höchste Punkt der Stadt liegt bei 166 Meter auf dem Schneckenberg und der niedrigste Punkt der Stadt liegt bei 97 Metern am Mainufer, vor dem Isenburger Schloss.

 

Offenbach hat auch zahlreiche Nachbargemeinden, so grenzt die Stadt im Westen und Norden an Frankfurt am Main, im Nordosten an die Stadt Maintal, im Osten an Mühlheim und Obertshausen und im Süden an die Städte Heusenstamm und Neu-Isenburg.

 

Offenbach hat noch etwas kleinere Orte als Stadtteile: Bieber, Bürgel, Kaiserlei, Lauterborn, die Rosenhöhe, Rumpenheim, Tempelsee, Waldheim und an den Eichen (ehemaliger Lohwald).

 

2006 verlor die Koalition, diese bestand aus SPD, Grünen und den Freien Wählern, die Mehrheit der Wahlen und nun regiert eine Koalition aus SPD, Grünen und der FDP

 

Es gab in Offenbach bis 1874 nur einen ehrenamtlichen Bürgermeister und ab 1887 erhielt das Stadtoberhaupt die Bezeichnung Oberbürgermeister.

 

Seit 1823 gab es folgende Bürger- und Oberbürgermeister:

 

 

 

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