Freizeitpark Lochmühle

 

Die Lochmühle ist ein Freizeitpark in Wehrheim in der Nähe von Bad Homburg und nur wenige Kilometer von Saalburg entfernt.

 

Der Freizeitpark ist mit Parkplatz und Tierkoppeln 250.000m³ groß.

Auf ihn befinden sich viele schöne Attraktionen,

ein landwirtschaftlicher Lehrpfad und ein landwirtschaftliches Museum.

 

Die Lochmühle wurde bereits 1253 das erste Mal erwähnt.

Nach der Gründung des Klosters Throns war die Mühle diesem zinspflichtig.

 

1767 wurde erstmals der Name Lochmühle gebraucht und

seine Bedeutung war „Mühle an der Grenze“

Die Grenzen waren damals Waldgebiete und wurden durch „Lochbäume“,

also eingekerbte Bäume, markiert.

 

Vor der Namenseinbürgerung Lochmühle wurde die Mühle

nach den jeweiligen Besitzern benannt.

 

Die Mühle wird im 30-jährigen Krieg vollständig zerstört.

230 Gulden kostete der Wiederaufbau der Mühle,

den die Witwe Schärpf 1694 aufbrachte.

 

Philipp Colas wurde 1767 Besitzer der Mühle,

die dann erstmals den Namen Lochmühle bekam.

 

In diese  Zeit fällt die Überlieferung des Heiden-Ernst.

Der Heiden-Ernst soll ein Räuberanführer gewesen sein,

dessen Bande zum größten Teil aus Zigeunern bestanden haben soll.

Sie machten damals den gesamten Taunus unsicher.

 

Die Bande soll am 03.04. 1762 bei Würges eine Postkutsche

zwischen Köln und Frankfurt überfallen haben

und einen hohen Betrag von 40000 Gulden erbeutet haben.

Unter Wachtmeister Conrad Griedelbach

durchsuchte die Wehrheimer Bürgermiliz die gesamte Gemeinde

und konnte die schlafende Bande auf der Lochmühle überraschen und festnehmen.

Heiden-Ernst wurde nach Koblenz gebracht, wo er hingerichtet wurde.

 

Philipp Colas Sohn und Nachfolger Wilhelm Colas hatte 800 Gulden Schulden

und wanderte schließlich überschuldet nach Russland aus.

Es erwies sich jedoch als sehr schwierig Wilhelms Anteil an der Mühle zu versteigern,

da die Mühle baufällig war und nur einen Mahlgang besaß.

 

1904 gab es erneut Probleme mit der Finanzierung des Pächters.

Denn auch als Konrad Heil weiterhin für seine insgesamt 16 Morgen Land

die geringe Pacht von 15 Achtel Korn und 4 Gulden zahlte,

reichten die Einnahmen bei weitem nicht aus.

 

Unter dem Müller Heinrich Ernst, er wurde Jean genannt,

wurde nach langer Verhandlung die Erbleihe durch ein Eigentumsverhältnis ersetzt.

Hierfür zahlte Jean 1290 Taler an die nassausche Zentralstudienfonds.

 

Der Mühlenbetrieb wurde im 20. Jahrhundert

unter der Leitung von Ferdinand Zwermann stillgelegt,

stattdessen wurde ein Gasthaus betrieben.

Die Gastwirtschaft wurde später zum Ziel vieler Ausflügler des Rhein-Main Gebiets.

Zu dessen der direkte Bahnanschluss der Taunusbahn an die Lochmühle

und der Wiederaufbau der Saalburg enorm beitrug.  

 

Das erste Gasthaus entstand 1906

und mit dem 1. Weltkrieg begann der Niedergang des Tourismus im Taunus.

Und nach dem 2. Weltkrieg wurde das Land der Lochmühle

auch landwirtschaftlich genutzt.

 

Theo Zwermann legte mit dem Kauf von Shetlandponys

den Grundstein für einen Reiterhof, in dem Ende der 70. Jahre sogar

zweitweise bis zu 70 Pferde beherbergt wurden.

 

Auf dem Hof wurden als Zusatzattraktion

Spielgeräte und Grillplätze geschaffen,

diese fanden immer mehr erfreulichen Zuspruch.

Und daraus entwickelte sich dann allmählich ein eigenständiger Freizeitpark.

 

Zu den Bildern!!!

 

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